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Oliver (webGefährte für Recruiting)

E05-S13

3. Januar 2025

In diesem Etappenstopp richtest du den Blick ganz bewusst auf deine Homepage und prüfst sie aus der Perspektive potenzieller Bewerberinnen und Bewerber. Es geht darum, wie klar, sichtbar und attraktiv dein Recruiting dort abgebildet ist: Versteht man auf den ersten Blick, dass man sich bei dir bewerben kann? Wird deutlich, für wen dein Angebot gedacht ist, was euch ausmacht und warum es sich lohnt, bei euch zu arbeiten oder eine Ausbildung zu machen? Du nutzt diesen Stopp, um deine Homepage systematisch zu überprüfen, Stärken zu erkennen und konkrete Ansatzpunkte für Optimierungen festzuhalten.

Transkript zur Video-Anleitung

In den letzten Wochen und Monaten habe ich unsere neue Homepage live gestellt und dabei alles einfließen lassen, was wir im Rahmen dieses Kurses gemeinsam erarbeitet haben. Genau deshalb bin ich auf dieses Video besonders gespannt, denn jetzt schauen wir uns das Thema Homepage ganz konkret an.

Wie gewohnt starten wir mit einem kurzen Rückblick. Wir haben den Status quo und die Ziele definiert, uns selbstkritisch mit Selbst- und Fremdbild beschäftigt und uns in Etappe 4 intensiv mit der Gen Z auseinandergesetzt: Welche Erwartungen gibt es, welche können und wollen wir erfüllen – und welche nicht?

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Jetzt sind wir in Etappe 5 angekommen, im sogenannten „Dschungelcamp“. Hier geht es ans Eingemachte. In diesem Video werfen wir einen gezielten Blick auf deine Homepage.

Öffne dazu bitte den Spickzettel Nummer 13. Auf der linken Seite siehst du verschiedene Merkmale, die alle Aspekte abdecken, über die du im Zusammenhang mit Recruiting auf deiner Homepage nachdenken solltest. Du kannst hier deine eigene Homepage bewerten und diese auf der rechten Seite mit einem digitalen Vorbild vergleichen – also mit einer Website, die Recruiting aus deiner Sicht besonders gut umsetzt.

[01:48]
Bevor wir die Merkmale im Detail durchgehen, werfen wir kurz einen Blick auf unsere eigene Homepage, damit klar ist, wovon wir sprechen. Entscheidend ist dabei nicht das Design der Startseite an sich, sondern die bewusste Entscheidung, das Thema Ausbildung sehr prominent zu platzieren. Ausbildung ist für uns identitätsstiftend und spielt eine zentrale Rolle – deshalb darf und soll das jeder sofort sehen.

Ich habe mich hier für eine Kachelstruktur entschieden und unter jeder Kachel einen klaren Button platziert: für mehr Informationen zur Ausbildung, zum Kennenlernen der Tanzschule oder zu mir als Person. Auch die zugehörige Landingpage für die Ausbildung ist entsprechend aufgebaut.

[03:25]
Zurück im Spickzettel gehen wir nun die einzelnen Merkmale durch. Im oberen Bereich geht es eher um inhaltliche Fragen, weiter unten um visuelle Gestaltung.

Zunächst die Kernfrage: Wird überhaupt klar, was angeboten wird? Sucht ihr Auszubildende, Tanzlehrerinnen oder Tanzlehrer? Das sollte – je nach Dringlichkeit – möglichst prominent auf der Homepage erkennbar sein. Wenn es bei euch gerade brennt, dann idealerweise bei jedem Besuch.

[04:12]
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage nach den Vorteilen. Was habe ich konkret davon, bei euch zu arbeiten oder eine Ausbildung zu machen? Das ist nicht dasselbe wie eure Alleinstellungsmerkmale. Beides braucht Raum, aber es sind unterschiedliche Perspektiven.

Ebenso entscheidend ist die klare Definition der Zielgruppe. Wen wollt ihr ansprechen? Darüber haben wir im Kurs ausführlich gesprochen – und genau das muss sich auf der Homepage widerspiegeln. Wenn ihr unterschiedliche Zielgruppen habt, etwa Schulabgänger und Berufstätige, müsst ihr diese auch unterschiedlich ansprechen.

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Ein enorm wichtiger Faktor ist Social Proof. Gibt es Videos, Interviews oder Zitate von aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitenden? Das schafft Vertrauen und wirkt oft stärker als jede Beschreibung.

Auch die visuelle Gestaltung spielt eine Rolle. Ich habe mich bei uns für GIFs entschieden, was im Team durchaus kontrovers diskutiert wurde. Für mich ist es eine Möglichkeit, Selbstironie zu zeigen und uns nicht zu ernst zu nehmen. Wichtig ist hier weniger die konkrete Umsetzung, sondern dass es zu euch, eurer Tanzschule und eurer Persönlichkeit passt. Authentizität schlägt Kopie.

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Am Ende braucht jede Seite eine klare Handlungsaufforderung, einen Call to Action. Es muss eindeutig sein, was Interessierte als Nächstes tun sollen: eine E-Mail schreiben, sich bewerben, ein Formular ausfüllen oder etwas anderes. Das wird erstaunlich oft vergessen.

Im unteren Bereich des Spickzettels kannst du diese Punkte nun ganz konkret auf deine eigene Homepage anwenden und bewerten. Ich habe dort auch unsere neue Homepage eingeschätzt und gemerkt, dass vieles gut funktioniert – aber nicht alles.

[07:21]
Sprache sollte direkt, emotional und leicht verständlich sein. Fachbegriffe können schnell abschrecken, vor allem für Menschen, die neu in der Branche sind. Wichtig ist außerdem, mit Fragen zu arbeiten, die die Zielgruppe abholen, und Inhalte visuell zu strukturieren. Kaum jemand liest eine Seite von oben bis unten – wir scannen, bleiben an einzelnen Punkten hängen und steigen dort tiefer ein.

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Deshalb sind klare Hervorhebungen, übersichtliche Abschnitte und verständliche Handlungsaufforderungen so wichtig. Auch Details zur Ausbildung oder zum Job dürfen nicht fehlen. Bei uns ist dabei klar geworden, dass wir dafür noch eine eigene Recruiting-Seite brauchen, die über die bestehende Homepage hinausgeht.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einbindung von Social Media. Auf unserer Homepage verlinken wir gezielt Inhalte, die mit Beruf, Ausbildung und Team zu tun haben. Das gibt Interessierten die Möglichkeit, uns authentisch kennenzulernen.

[11:12]
Zum Schluss geht es noch um eine grundsätzliche Frage: Was ist eigentlich besonders an eurer Ausbildung oder an eurer Arbeit als Arbeitgeber? Viele Tanzschulen machen hier intern einen besseren Job, als sie nach außen zeigen. Dieser Spickzettel ist eine Einladung, genau darüber noch einmal bewusst nachzudenken.

Füll den Spickzettel in Ruhe aus, halte deine Erkenntnisse fest und vergiss am Ende nicht den Besenwagen-Check. Dann sehen wir uns im nächsten Schritt wieder.

Article by Oliver (webGefährte für Recruiting)

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