In diesem Etappenstopp schauen wir gemeinsam darauf, wie du überhaupt sichtbar wirst und was es konkret braucht, damit dein Bewerbungsprozess genug Reichweite bekommt. Ich nehme dich mit durch die Frage, wie viel Traffic realistisch notwendig ist, wie Dringlichkeit und Zeitdruck deine Zahlen verändern und wie du grob einschätzen kannst, was oben in deinen Funnel reinmuss, damit unten Gespräche und Einstellungen rauskommen. Ziel ist nicht, dich auf exakte Zahlen festzunageln, sondern ein klares Gefühl für Zusammenhänge zu bekommen und deinen eigenen Bedarf besser einschätzen zu können.
Anleitungsvideo für Stop „Traffic für den Bewerbungsprozess“ (Spieldauer 7:00 min)
Willkommen im nächsten Video der Etappe 4. Wir sind damit schon ziemlich weit auf unserer Strecke.
Im letzten Video haben wir uns noch einmal intensiv mit den Red Flags beschäftigt und versucht, eine mögliche Kurve zu kriegen: weg von starren Glaubenssätzen hin zu einer offeneren Betrachtung. Ziel war es, nicht am Ende gute Leute zu verlieren, nur weil wir an einzelnen Punkten zu schnell urteilen. Wir haben uns gefragt, ob etwas wirklich eine Red Flag ist – oder ob daraus vielleicht sogar eine Stärke werden kann.
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In diesem Video wollen wir nun ganz konkret in das Thema einsteigen, wie wir überhaupt in die Öffentlichkeit kommen. Es geht also um Traffic, um Reichweite und um die Frage, wie viel davon wir eigentlich brauchen.
Bevor wir einsteigen, schauen wir noch einmal kurz auf unsere bisherige Strecke. In Etappe 1 haben wir uns mit dem Status quo befasst: Wo kommen wir her, wie ist unsere aktuelle Situation? In Etappe 2 haben wir unsere Ziele beschrieben: Wen wollen wir einstellen, wen eher nicht – und welche Ressourcen stehen uns dafür zur Verfügung? In Etappe 3 ging es um Selbst- und Fremdbild, um unsere Stärken und Schwächen, damit wir im weiteren Verlauf des Kurses möglichst authentisch auftreten können.
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Jetzt wollen wir uns also mit dem Thema Traffic beschäftigen. Öffne dazu bitte den Spickzettel Nummer 11 und schau dir dort zunächst die Zeile 8 an.
Hier siehst du noch einmal das, was du zuvor beim Ressourcenbedarf ausgewählt hast. Diese Angaben tauchen hier wieder auf. In unserem Fall ist die Lage relativ entspannt, weil wir früh mit diesem Thema begonnen haben. Je nachdem, wie dringend es bei dir ist, kann das aber ganz anders aussehen.
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Genau deshalb wird es jetzt spannend. Wenn du dir die zweite Frage im Spickzettel anschaust, siehst du eine Hochrechnung: Brennt bei dir sprichwörtlich die Hütte und du möchtest innerhalb eines Monats einstellen, brauchst du entsprechend mehr Traffic pro Tag. Je mehr Zeit du hast und je geringer die Dringlichkeit ist, desto weniger Reichweite brauchst du täglich.
Mit Traffic meine ich hier zunächst nicht unbedingt bezahlte Anzeigen, sondern auch das, was du ganz normal über deine Website und deine Social-Media-Kanäle erreichst. Je früher du mit Recruiting beginnst, desto entspannter wird die Lage insgesamt.
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Wenn wir beispielsweise mit einem Zeitraum von etwa einem Jahr rechnen und du ungefähr 700 Menschen Reichweite pro Tag erreichst, kannst du grob davon ausgehen, dass nach rund neun Monaten eine erste Einstellung realistisch ist. Es geht hier nicht um exakte Zahlen, sondern um ein Gefühl für die Verhältnisse.
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Unten im Spickzettel siehst du dann einen vereinfachten Funnel. Auch hier gilt: Bitte nagel mich nicht auf diese Zahlen fest. Sie sollen lediglich verdeutlichen, wie die Größenordnungen zueinanderstehen.
In unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass man relativ einfach 20.000 Impressions erzeugen kann – notfalls auch über bezahlte Anzeigen auf Plattformen wie Instagram oder TikTok. Von diesen 20.000 Menschen klicken vielleicht etwa 200 auf die Anzeige. Davon melden sich möglicherweise 20 Personen bei euch – per E-Mail, WhatsApp oder auf anderem Weg.
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Wenn der Prozess gut aufgesetzt ist, kann man davon ausgehen, dass etwa die Hälfte dieser Personen grundsätzlich interessant ist. Daraus ergeben sich vielleicht acht Gespräche. Ob daraus am Ende Einstellungen werden, hängt dann natürlich von vielen Faktoren ab: Team-Fit, Red Flags, persönliche Gespräche.
Das Ziel dieses Videos ist es, dass du dir einmal bewusst machst, wie diese Zahlen zueinanderstehen. Im persönlichen Gespräch können wir das jederzeit individuell für dich aufdröseln. Wichtig ist vor allem die Erkenntnis: Je eiliger es ist, desto mehr muss oben in den Funnel rein, damit unten Gespräche – und im besten Fall Einstellungen – herauskommen.
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Das war mein Input zu diesem Thema. Füll den Spickzettel bitte in Ruhe aus, mach anschließend den Besenwagen-Check, und dann sehen wir uns schon im nächsten Video wieder. Ich freue mich drauf.
