In diesem Etappenstopp gehst du noch einmal bewusst einen Schritt zurück und überprüfst deine bisherigen Red Flags. Du schaust dir an, ob die Ausschlusskriterien, die du zu Beginn des Kurses festgelegt hast, heute noch genauso gelten oder ob sich durch deine bisherigen Erkenntnisse etwas verschoben hat. Ziel ist es, alte Denkmuster und Glaubenssätze zu hinterfragen, ohne deine Grenzen aufzuweichen – und zu prüfen, wo aus einer harten Red Flag vielleicht eine beobachtbare Yellow Flag geworden ist, mit der du im weiteren Prozess bewusster umgehen kannst.
Willkommen in der vierten Etappe. Wir haben das Bergfest bereits hinter uns und bewegen uns jetzt langsam in Richtung Öffentlichkeit – oder bereiten diesen Schritt zumindest sorgfältig vor.
Wie gewohnt werfen wir zunächst einen kurzen Blick zurück. In Etappe 1 haben wir den Status quo betrachtet: Wie geht es dir aktuell, wie ist deine Situation und wie sieht dein Umfeld aus? In Etappe 2 haben wir uns sehr konkret mit dem Ziel beschäftigt: Wen möchtest du einstellen, wie sollen diese Personen sein – und wie ausdrücklich nicht? In Etappe 3 ging es dann stark um euch selbst. Wir haben eure USPs betrachtet, eure Stärken und Schwächen analysiert und einen Reality-Check gemacht.
Jetzt, in Etappe 4, geht es darum, zu prüfen, womit wir eigentlich nach außen gehen wollen.
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Der heutige Spickzettel lädt dich dazu ein, deine bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Kurs noch einmal Revue passieren zu lassen. Die zentrale Frage lautet: Gilt das, was du zu Beginn des Kurses gedacht und festgelegt hast, eigentlich noch?
Öffne dazu bitte den Spickzettel Nummer 10. Dort findest du zwei einfache Fragen. Wenn du die erste Zeile öffnest, siehst du deine Red Flags aus dem fünften Spickzettel noch einmal aufgelistet.
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Ich lade dich ein, hier kurz innezuhalten und zu prüfen: Sind diese Red Flags noch aktuell? Oder hat sich durch deine bisherigen Erkenntnisse etwas verschoben?
Ich habe mir dazu Gedanken gemacht und versucht, für einige Red Flags mögliche Gegenentwürfe zu formulieren – also Wege, wie man aus einer sehr harten Red Flag vielleicht eine Yellow Flag machen kann.
Wenn du unten die zweite Frage öffnest und dann auf den Button klickst, läuft ein Skript durch, das dir genau deine ausgewählten Red Flags noch einmal zusammenfasst.
[03:00]
Bei mir sind am Ende nur zwei übrig geblieben. Das liegt daran, dass ich im Vorfeld gar nicht so wählerisch bin. Wir haben schließlich eine Probezeit, darüber haben wir schon gesprochen.
Eine Red Flag, bei der ich empfindlich reagiere, ist eine sehr allgemeine oder vage Ausbildungsbeschreibung. Aussagen wie „Ich tanze, seit ich drei bin“ lösen bei mir innerlich eher Augenrollen aus. Aus heutiger Sicht ist das für mich erst einmal nicht besonders aussagekräftig.
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Gleichzeitig habe ich auf der rechten Seite bewusst einen Gegenentwurf formuliert. Statt sofort auszusortieren, kann ich dieses Thema im Gespräch gezielt ansprechen und nachfragen, was davon heute wirklich relevant ist – gerade mit Blick auf die Tätigkeit als Tanzlehrer oder Tanzlehrerin.
Genau darum geht es hier: Entscheidungen bewusst nach hinten zu verlagern.
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Warum das Ganze? Ich möchte verhindern, dass wir Menschen aufgrund alter Denkmuster oder Glaubenssätze zu früh aus dem Prozess ausschließen – obwohl sie sich später vielleicht als sehr passend herausgestellt hätten. Und ich sage bewusst „wir“, weil es mir in diesem Kurs auch darum geht, meine eigenen Prägungen zu hinterfragen.
Natürlich gibt es Red Flags, bei denen es keinen Spielraum gibt. Themen wie übergriffiges Verhalten, Betrug oder massive Konfliktunfähigkeit sind nicht verhandelbar. Dafür wird es hier keinen Gegenentwurf geben. Diese Dinge zeigen sich aber in der Regel ohnehin später im Prozess.
[05:45]
Der Sinn dieses Spickzettels ist es nicht, Grenzen aufzuweichen, sondern bewusster zu entscheiden. Wenn du nach dem Durchgehen feststellst, dass für dich alles genauso gültig ist wie zuvor, ist das vollkommen in Ordnung.
Mir ist nur wichtig, dass wir diese kurze Schleife drehen, bevor wir uns im nächsten Spickzettel sehr konkret mit der Frage beschäftigen, was es eigentlich braucht, damit am Ende Bewerbungen entstehen: Reichweite, Impressions und der gesamte Funnel.
Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß beim Nachdenken und freue mich auf den nächsten Spickzettel mit dir.
