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Oliver (webGefährte für Recruiting)

E03-S08 Reality-Check: Was bist du bereit, mitzugehen?

3. Januar 2025

In diesem Etappenstopp wird es konkret. Du gehst vom Nachdenken ins Entscheiden und prüfst ehrlich, wie weit du tatsächlich bereit bist, mitzugehen. Nicht theoretisch, nicht wünschenswert, sondern realistisch – mit Blick auf deinen Alltag, deine Ressourcen und deine Grenzen.

Es geht darum, klar Position zu beziehen. Was bist du bereit zu verändern, um passende Mitarbeitende zu gewinnen? Und wo ist für dich ganz bewusst Schluss? Diese Klarheit ist entscheidend, weil sie bestimmt, wie glaubwürdig und tragfähig deine Entscheidungen in der Praxis sind.

Der Spickzettel hilft dir dabei, den Druck einzuordnen, konkrete Maßnahmen zu bewerten und die Konsequenzen deiner Entscheidungen mitzudenken. Dieser Reality-Check ist unbequem, aber notwendig – und genau deshalb so wertvoll.

Transkript zur Video-Anleitung

Jetzt wird es spannend.
Herzlich willkommen zum nächsten Video, in dem wir klar Position beziehen müssen. Die zentrale Frage lautet: Wo stehen wir eigentlich gerade?

[00:00]
Ich neige manchmal dazu, Dinge wegzuwischen, wenn sie kompliziert werden, und mir zu sagen: So genau müssen wir das ja nicht wissen.
Meine Erfahrung zeigt jedoch: Wenn wir die besten Köpfe für unsere Tanzschulen gewinnen wollen, müssen wir sehr genau wissen, was wir wollen – und auch, was wir nicht wollen.

Über einiges davon haben wir bereits gesprochen. Heute wird es konkret.

Lass uns kurz zurückblicken.
Etappe 1 war der Status quo: Mit wem arbeitest du aktuell? Was läuft im Onboarding manchmal schief? Und mit welchen anderen Tanzschulen konkurrierst du um die besten Mitarbeitenden?

[01:05]
In Etappe 2, der hellblauen Etappe, hast du dich intensiv mit deiner Zielgruppe beschäftigt.
Welche Positionen sind offen? Welche absoluten Voraussetzungen gibt es? Was sind klare Grenzen und wo bist du noch verhandlungsbereit?

Außerdem haben wir uns angeschaut, welche Ressourcen dafür notwendig sind – Arbeitskraft, Zeit und Geld.

Mit dem letzten Video haben wir Etappe 3 in Grün gestartet. Dort ging es um die Frage, welchen Ansatz ihr verfolgt: eher traditionell und hierarchisch oder eher offen im Sinne von New Work, Zeitgeist und Coaching.

[02:00]
Heute machen wir den Reality-Check.
Öffne bitte Spickzettel Nummer 8.

Wie immer kannst du mich als Video daneben pinnen. Pausiere oder spule zurück, wann immer du Zeit brauchst.

In diesem Spickzettel beschäftigen wir uns mit drei zentralen Fragen.

Die erste Frage lautet:
Wie hoch ist der Druck, Mitarbeitende zu finden – ganz konkret bei dir?

Die zweite Frage betrifft Maßnahmen, bei denen du ehrlich entscheiden musst, ob du sie mitgehst oder nicht.

Und in der dritten Frage schauen wir uns die Konsequenzen an, die aus diesen Entscheidungen entstehen.

[03:15]
Starten wir mit der ersten Frage.

Spürst du aktuell Druck, Mitarbeitende zu finden?
Machst du diesen Kurs vorsorglich – oder brennt bereits der Kittel?

Entscheide hier ehrlich zwischen Ja und Nein.

Im zweiten Teil dieser Frage legst du – bezogen auf die offenen Positionen – fest, ob du eher Ansatz A wählst, also den klassischen Top-down-Ansatz, oder Ansatz B, den Coaching-Ansatz.

[04:10]
Bei Führungspositionen kann ein hierarchischer Ansatz sinnvoll sein.
Bei Auszubildenden oder Tanzlehrern fällt die Entscheidung oft anders aus.

Wichtig ist: Du musst wirklich dahinterstehen.

Damit kommen wir zur zweiten Frage.

Hier findest du eine Reihe konkreter Maßnahmen, bei denen du ehrlich entscheiden musst, wie weit du gehen möchtest.

[05:05]
Zum Beispiel: Viertagewoche – auf keinen Fall, verhandelbar oder gehst du voll mit?
In meinem Fall ist das ein Thema, mit dem wir uns definitiv beschäftigen wollen.

Oder: Übernimmst du Kosten für Kongresse und Tagungen?
Auch hier kannst du zwischen klar Nein, verhandelbar oder Ja wählen.

Gibt es Bildungsurlaub?
Unterstützt du Homeoffice – vielleicht sogar mit entsprechendem Equipment?
Stellst du ein Auto, ein Deutschlandticket oder andere Mobilitätslösungen zur Verfügung?

[06:30]
Sind freie Wochenenden oder Wunschfrei-Tage möglich?
Gibt es Projekt- oder Führungsverantwortung, die du bewusst abgeben kannst?

Wenn dir weitere Maßnahmen einfallen, ergänze sie gern.

Triff hier ehrliche Entscheidungen – nicht die, die gut klingen, sondern die, die du wirklich tragen kannst.

[07:25]
In der dritten Frage geht es um die Konsequenzen.

Denn jede Entscheidung hat Auswirkungen – organisatorisch, finanziell und strukturell.

Wenn Mitarbeitende mehr verdienen oder zusätzliche Leistungen erhalten, kann das bedeuten, dass Preise steigen müssen oder Strukturen angepasst werden.

[08:20]
Vielleicht braucht es feste Ruhetage, veränderte Öffnungszeiten oder eine klarere Planung der Arbeitszeiten.

Möglicherweise musst du Arbeitszeiten oder Ergebnisse stärker kontrollieren – auch wenn sich das nicht besonders gut anfühlt.

Eventuell sind Lohnanpassungen notwendig oder es lohnt sich, gemeinsam mit dem Steuerberater über Optimierungen bei den Lohnnebenkosten nachzudenken.

[09:15]
Auch hier kannst du eigene Gedanken ergänzen und realistische Konsequenzen festhalten.

Damit sind wir am Ende dieses Videos angekommen.

Trage bitte unten noch ein, wie lange du für diesen Spickzettel gebraucht hast. Dieses Feedback hilft mir sehr, den Kurs weiter zu verbessern.

Vergiss den Besenwagen-Check nicht – und dann sehen wir uns im nächsten Video wieder.

Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.

Article by Oliver (webGefährte für Recruiting)

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