In diesem Etappenstopp wechseln wir bewusst die Perspektive. Nachdem du dir im letzten Schritt deine idealen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebaut hast, schauen wir jetzt auf die andere Seite: Deine Red Flags und harten Limits. Also all das, was für dich nicht verhandelbar ist.
Wir gehen gemeinsam vier Phasen durch – von der Bewerbung bis zur möglichen Trennung nach der Probezeit. Dabei lade ich dich ein, wirklich ehrlich hinzuschauen. Hose runter, Hand aufs Herz. Wo ziehst du die Grenze? Was sind für dich klare Ausschlusskriterien? Und wo merkst du vielleicht, dass sich deine Prioritäten je nach Phase verändern?
Nutze den Spickzettel „Harte Limits & Red Flags“, ergänze eigene Beispiele aus deiner Erfahrung und markiere am Ende ganz klar, was für dich nicht verhandelbar ist. Dieser Schritt schafft Klarheit – für dich und für alle, die mit dir arbeiten.
Etappe 2 – Stop 5: Red Flags
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Willkommen zum nächsten Video.
Im letzten Video haben wir uns die idealen Mitarbeiter gebaut, die perfekt auf die offene Stelle bei dir passen.
Jetzt wechseln wir die Seiten – quasi auf die dunkle Seite der Macht – und schauen uns an: Welche Red Flags oder harten Limits hast du? Was ist aus deiner Sicht nicht verhandelbar?
Oder um es mit den Worten meines Ex-Chefs zu sagen: „Dann mache ich lieber alle Kurse selber.“
Bevor es losgeht, schauen wir einmal kurz, wo wir herkommen.
In der dunkelblauen Etappe 1 hast du dir als Erstes dein aktuelles Team angeschaut. Wir haben analysiert, welche Showstopper es gibt – also was im Onboarding möglicherweise noch nicht optimal läuft.
Im dritten Video der ersten Etappe haben wir uns außerdem die anderen Tanzschulen in deiner Region angeschaut, die mit dir um die besten Köpfe kämpfen.
In Etappe 2 haben wir im letzten Video deine Zielpersonen definiert – deine perfekten Mitarbeiter sozusagen „gebacken“.
Und heute schauen wir uns nun die Red Flags an.
Ich habe mir dazu notiert: Hose runter, Hand aufs Herz.
Wir sind eingeladen, sehr ehrlich zu sein.
Beim Ausfüllen habe ich gemerkt, dass ich in unterschiedlichen Phasen sehr unterschiedliche Prioritäten habe.
Ich habe dir zur Orientierung auch meine Red Flags markiert – nicht, weil das so sein muss, sondern damit du ein Gefühl bekommst. Bei manchen Punkten dachte ich: Wenn ich das jetzt nicht markiere, was macht das für einen Eindruck? Ich habe es trotzdem nach bestem Wissen und Gewissen gemacht.
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Bitte öffne jetzt den passenden Spickzettel „Harte Limits & Red Flags“.
Du kannst das Video neben dich legen und jederzeit pausieren, wenn du Zeit zum Nachdenken brauchst.
Wir nähern uns dem Thema in vier verschiedenen Phasen.
Phase 1:
Jemand bewirbt sich bei uns, bekommt aber kein Interview und kein Praktikum angeboten.
Was sind Anzeichen dafür?
Ich habe hier ein paar Faktoren und Ideen ergänzt. Unten kannst du eigene Punkte hinzufügen.
Ich lade dich ein, zu jedem Punkt ein eigenes Beispiel aus deinem Erfahrungsschatz zu notieren, bevor du vorne markierst, was für dich nicht verhandelbar ist.
Für mich ist zum Beispiel eine Red Flag, wenn jemand überhaupt keinen Bezug auf unsere Tanzschule nimmt. Wenn ich merke, das ist eine Standardbewerbung ohne Blick auf unsere Homepage.
Oder diese typischen Bewerbungen: „Ich tanze, seit ich drei Jahre alt bin.“
Für uns geht es weniger darum, wie lange jemand tanzt, sondern ob er Spaß an Menschen, an Musik und am Unterrichten hat.
Aber das sind nur meine Punkte – überlege dir deine eigenen und markiere dann klar deine Red Flags.
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Phase 2:
Die Person war im Gespräch oder im Praktikum. Woran merke ich, dass ich kein Jobangebot machen möchte?
Auch hier habe ich Vorschläge ergänzt.
Ich kann zum Beispiel nicht gut damit umgehen, wenn jemand im Gespräch nur einsilbig antwortet und man jede Information aus der Nase ziehen muss.
Ich mag es, wenn Menschen offen sprechen und eine positive, offene Körpersprache haben. Daraus kann ich ableiten, wie sie später im Unterricht auftreten.
Aber auch hier gilt: Das sind meine Maßstäbe. Überlege dir ganz individuell, was für dich nicht verhandelbar ist.
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Phase 3:
Die Person beginnt bei dir, alle freuen sich, die Probezeit läuft.
Woran merkst du, dass sie die Probezeit nicht bestehen wird?
Hier siehst du, dass ich mehr Red Flags markiert habe.
Für uns ist zum Beispiel wichtig, dass sich jemand an unsere Philosophie und unser Unterrichtskonzept hält. Wenn jemand sofort sein eigenes Ding macht und das Konzept ignoriert, wird es schwierig.
Ich brauche außerdem Menschen, die selbstständig arbeiten, Probleme nicht nur melden, sondern auch Lösungsideen mitbringen.
Unzureichende Kommunikation ist ebenfalls schwierig – kein Feedback, keine Nachfragen, Dinge bleiben liegen.
Oder Konfliktverhalten: sofort persönlich werden, beleidigend werden – das funktioniert bei uns nicht.
Auch hier: Streiche meine Beispiele, ergänze deine eigenen und markiere klar deine Grenzen.
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Phase 4:
Die Probezeit ist bestanden, jemand arbeitet fest bei dir.
Was muss passieren, damit du das Arbeitsverhältnis beendest?
Hier geht es um ernsthafte Themen.
Diskriminierung oder sexuelle Belästigung – absolutes No-Go.
Diebstahl, Unterschlagung von Geldern – ebenfalls nicht tolerierbar.
Jede Form von Gewalt oder Androhung von Gewalt.
Nachweislich betrügerisches Verhalten, zum Beispiel auf Kosten der Tanzschule einkaufen und privat weiterverkaufen.
Ich rate dir dringend, diese Punkte sehr genau zu überdenken – und sie dann auch wirklich einzuhalten.
Andere Dinge, wie zum Beispiel unangemessener Umgang mit Alkohol, wären für mich eher Themen für ein Gespräch. Aber auch hier gilt: Das ist meine persönliche Haltung. Definiere deine eigene.
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Das war das Thema Red Flags.
Sehr spannend und manchmal unbequem. Ich wünsche dir viel Erkenntnis beim Ausfüllen.
Im nächsten Video schauen wir uns an, welche Ressourcen du für deine Recruiting-Reise brauchst.
Und jetzt mach bitte noch den Besenwagen-Check – die Staffelübergabe an mich.
Viel Freude und bis bald.
